…das perfekte Geschenk!

Singlekissen

…das perfekte Geschenk!

Schlossgeschichten aus dem MindnessHotel

Warum ruft mich keiner an…

Über Fundsachen hatten wir bereits umfangreich geschrieben, hatten jedoch vergessen zu erklären, weshalb so viel im Hotel liegen bleibt. Klar, weil die Gäste es vergessen mit zu nehmen. Aber warum rufen viele Hotels die Gäste dann nicht einfach an und sagen es?

Ganz einfach, weil wir in der Berufsschule die Geschichte erzählt bekommen vom Hotelier, der den Gast angerufen hat, dessen Frau am Telefon war und als dieser sagte, dass Herr xy seinen schönen Rasierapparat im Hotel in Ravensburg vergessen hat, fragte diese „wie? Ravensburg – wann soll er dort gewesen sein“… dass diese Geschichte nicht gut ausging ist jedem Ehepartner klar. Aus diesem Grund verzichten seither viele Hotels darauf, ihre Gäste zu informieren wenn Sie als Gast etwas vergessen haben. Wir haben uns angewöhnt unsere Gäste beim ersten Besuch zu fragen, ob wir Fundsachen nachsenden dürfen. Und viele Gäste fragen uns dann, weshalb wir zuerst nachfragen.

Nach der Geschichte mit Mann im Hotel in Ravensburg ist alles klar und der Gast geht mit einer neuen Geschichte aus dem Hotelleben. Wir fragen jedoch nicht weiter nach, sollte der Gast keine Rücksendung der Fundsache wünschen…

Fundsachen die Zweite

Warum es so viele Fundsachen im Hotel gibt, darüber haben wir bereits gesprochen, doch können Sie sich vorstellen, dass jemand seine "Dritten" im Hotel vergisst? So geschehen vor einigen Jahren nach dem Besuch einer Jahrgängervereinigung. Bemerkt wurde es, als der Reiseleiter ca. 1 Stunde nachdem der Bus mit den Gästen abgefahren war. "Einer meiner Fahrgäste vermisst seine Zähne, können Sie mal auf der Toilette danach schauen", waren seine Worte und wir wussten zuerst nicht, ob er es ernst meinte - doch als ich auf die Toilette ging war es klar, blitzeblank lagen Sie am Waschbecken und lachten mich an...

„Sparger“ oder das Internet macht es möglich

Es ist mal wieder Spargelzeit und die Speisekarte soll von unserer Auszubildenden in Englisch übersetzt werden. Zielstrebig macht sich unser junger Schlossgeist an die Übersetzung. Nutzt natürlich das Internet öffnet die Übersetzungsseite Leo.org und lässt Spargel übersetzen, leider nicht als Sprachübersetzung sondern als orthographisch ähnliches Wort. Hierdurch wird Spargel zum englischen „sparger“ – was übersetzt in die Deutsche Sprache ein „Einblasrohr“ ist. Wir hatten an diesem Abend sehr viele ausländische Gäste, aber erst als 4 englische Gäste an diesem Abend die Speisekarte öffneten gab es fragende Gesichter. Einer der Gäste, welcher auch Deutsch sprach fragte uns wie wir die Einblasrohre weich bekommen oder ob diese in der Suppe am Stück sind oder bereits geschnitten

…warum sprechen die alle nur türkisch in diesem Hotel

Es war ein schöner Tag im Juli, wir hatten viele Anreisen in unserem Hotel und verließen sehr häufig die Rezeption damit wir die neuen Gäste auf ihr Zimmer begleiten konnten. Wenn wir dies tun, aktivieren wir eine Rufumleitung auf unser Handy, damit wir jederzeit erreichbar sind. An diesem Tag verwechselte ein Mitarbeiter eine Zahl der Nummer und ließ aufgrund der vielen Anreisen die Rufumleitung aktiviert. Nach einiger Zeit wunderte er sich, weshalb heute keine eingehenden Telefonate sind, prüfte kurz die Nummer der Rufumleitung und freute sich über die angenehme Ruhe. Erst als ein email mit einer Beschwerde eines Gastes einging, weshalb am Telefon in unserem Hotel nur Personen sind, welche ausschließlich türkisch sprechen, wurde er nervös. Bei genauerer Prüfung der Rufumleitung stellte er fest, dass es nicht unsere Mobiltelefonnummer war auf welches die Anrufe umgeleitet wurden, sondern der Privatanschluss einer türkischen Familie.

Achtung die Kollegen kommen….

40 Kollegen aus dem Schwarzwald hatten sich zur Hotelbesichtigung und zu einem Kurzvortrag über Servicequalität bei uns angemeldet. Dies ist einer der Tage, wo man mit einem flauen Gefühl im Magen aufsteht und nur hofft, dass an diesem Tag alles gut geht. Bei der Hausbesichtigung krochen die Hotel-Kollegen teilweise auf allen Vieren durch das Zimmer, auf der Suche nach Staub oder einem Haar, jeder Bilderrahmen wurde inspiziert und jede Ecke auf kleine, glänzende Fäden untersucht.

Alles lief glatt, keiner hatte Mängel entdeckt und innerlich jubelte ich. Beim Mittagessen gab es „Gaszpacho“ eine sommerliche Gemüsesuppe aus Andalusien. Die Gäste begannen zu essen und plötzlich erhob einer der Kollegen laut seine Stimme und sagte, dass seine Suppe eiskalt wäre. Es war auf einen Schlag für kurze Zeit sehr still, denn der sich beschwerende Mann hatte einen guten Resonanzkörper. Nach 2-3 Sekunden absoluter Stille, explodierten einige der Kollegen förmlich und brüllten lautlachend los.

Warum? – Gaszpacho ist eine kalte Gemüsesuppe, welche gerne an heißen Sommertagen, wie jenem im August, serviert wird.

die falsche Türe…..

Die Tagung ist vorüber, die Gäste gönnen sich ein leckeres Abendessen und vergnügen sich dann an unseren regionalen Schnäpsen. Wie wir in den vergangenen Jahren bereits festgestellt haben, hat der Teufel eine Brennerei und macht Schnaps.

Die Wirkung ist teilweise wirklich teuflisch. So auch an diesem Tag und wir waren froh, als alle Gäste gut in Ihren Zimmern gelandet sind. Tief in der Nacht reisten 2 Gäste aus Norwegen an und setzten sich noch kurz an den Hotelempfang, bevor sie auch in ihre Zimmer gehen wollten. Auf dem Weg dorthin hörten sie ein leises rufen „hello“. Sie gingen in Richtung dieser Stimme und entdecken einen splitternackten Mann, welche etwas zusammengekauert vor seine Zimmertür ausharrte.

Der Schnaps hatte seine Orientierung etwas geblendet und als der Gast auf die Toilette wollte, erwischte dieser die falsche Tür. Bevor er es realisierte fiel die Türe zu und „dumm gelaufen“. Bei einem Kollegen konnte und wollte er nicht anklopfen, denn er war neu in der Firma. Die beiden Norwegischen Finder – gingen zur Rezeption und meldeten der dortigen Rezeptionistin, dass ein Gast sich ausgeschlossen hat und bittet, dass er wieder in sein Zimmer gelassen wird.

Sofort machte sich die Rezeptionistin auf den Weg, die beiden Norweger hinterher….Sie hatten wohl vergessen zu erwähnen dass der Mann nackt war….ups – doch aufgrund des Norwegischen Lachens, als die Rezeptionistin den Mann entdeckten war alles klar.

Armer Ferrari-Pilot…..

Lang ist es her, in Friedrichshafen gab es noch die Deutsche BA und das Catering für die Flugzeuge wurde am Morgen bei uns in Gerbertshaus in der Küche abgeholt. Die Piloten kamen nach Dienstschluss oft zu uns und endlich konnte sich einer der jungen Piloten und selbsternanntes Fliegerass seinen Traum vom Ferrari verwirklichen, dies wurde auch entsprechend gefeiert.

Am nächsten Tag war die Straße wohl etwas glatt-der Ferrari kaputt... Die Vollkasko zahlt übrigens nicht, denn die Reifen waren abgefahren. Der Ferrari-Pilot wusste dies, hatte aber laut eigener Aussage kein Geld mehr für den Reifen. Blöd…

Die vergessene Hundeleine

Fundsache im Hotelzimmer unter dem Bett. Das neue, junge Etagenmädel meinte: „ Chefin, da hat ein Gast seine Hundeleine vergessen.“ Schnell konnten Ich sie aber aufklären, dass es sich hierbei um ein „Liebhaberstück“ für zwischenmenschliche Spielchen handelt. Wir verpackten die angebliche Hundeleine mit dem Datum und der Zimmernummer und dachten uns, dass nach diesem Fundstück wohl kaum jemand fragen würde. Aber weit gefehlt. Einige Tage darauf kam die Besitzerin an die Rezeption und erkundigte sich nach der leider vergessenen „Hundeleine“.

Die Brautentführung…..

Die Hochzeitsgesellschaft hatte gerade das Menü abgeschlossen, als plötzlich der Brautstrauß fehlte und die Braut dazu. Die Trauzeugen nahmen sofort die Verfolgung auf, konnten die Braut jedoch nicht entdecken. Erst nach ca. 2 Stunden kam die Braut mit Ihren Entführern zurück. Wie sich kurze Zeit später herausstellte, war das mit der Treue keine Tugend der Braut….

Auch schon ungewöhnliche Hochzeiten erlebt?

B-Promis…

Es ist wieder soweit die Reste einer vor 20 Jahren bekannten Band geben ein Stell-Dich-Ein in der Metropole des Pop und Rock in der Messehalle in Friedrichshafen. Die Künstleragentur, welche die Buchung vornahm war sichtlich aufgeregt und für die Agentur, welche Ihren Firmensitz in einem 400 Seelen-Dorf bei uns in der Region hat, war dieser Auftrag sicherlich der Höhepunkt der bisherigen Firmengeschichte.

Zuvor waren dort nur Bands wie z.B. „Speck und Schmalzbrot“ unter Vertrag. Die Liste mit Sonderbestellungen war länger als bei Robbie Williams. Angefangen von baked beans bis zu abgeklebten Fensterscheiben (wird immer mit Alufolie gemacht, damit garantiert kein Licht hinein kommt), war alles auf der Liste, was so ein Star gerne hat. Nur die Carrera-Rennbahn fehlte dieses Mal, diese wurde bei uns von der letzen Größe der Rockmusik angefordert.

Das Konzert vor ca. 342 zahlenden Zuschauern war laut Aussage des Tour-Agenten ein voller Erfolg und die Band musste sich entsprechend erholen. Gegen Mittag wollten wir die Zimmer reinigen und baten den Agenten darum seine Stars aus dem Schlummer zu holen. Beim anklopfen reagierte niemand und wir rechneten mit dem Schlimmsten. Mit dem Notschlüssel versuchten wir die Türe zu öffnen, kein Erfolg-diese war blockiert. Also Leiter ausfahren und in das 1. OG einsteigen, durch die Alufolie blieb uns der Blick verwehrt. Ein Fenster war gekippt und wir konnten dieses öffnen. Was wir nun vorfanden wollen wir ihnen nicht im Detail erläutern, nur so weit. Die Bohnen müssen sie noch versucht haben zu essen, der Whiskey war leer, der Gin auch und in der Badewanne lagen die Stars. … wie werden Sie sich fragen ? – die gute Nachricht – sie lebten.

… wir werden ihn nie vergessen…

Wieder einmal eine Hochzeit – ein toller Sommertag alles war bestens, die Stimmung unter den Gästen ausgelassen und alle dachten – tolle Hochzeit. Gegen 23 Uhr beschwerte sich der Gast aus Zimmer 716 über den Lärm und dass seine Frau nicht schlafen kann. Wir informierten ihn, dass die Hochzeit bis 01 Uhr feiern wird und baten umgehend ein anderes Zimmer an, welches er ablehnte.

Um 23:30 Uhr nochmaliger Anruf an der Rezeption, wir schlossen die Fenster vom Veranstaltungsraum und hofften, dass die Lärmbelästigung für den Gast nun erträglich war. Aus dem "Nichts" stand „ER“ aus Zimmer 716 im Raum, mit Jogginghose und Unterhemd – schrie nur "Ruhe"! Ging zum Ehrentisch und riss an der Tischdecke, Gläser fielen, Kerzenleuchter, Teller, Rotwein spritze und noch in der Sekunde des Schocks, machte „ER“ sich auf den Rückzug. Einer meiner großen Schlossgeister hielt die Männer der Hochzeitsgesellschaft davon ab, den Mann zu verfolgen und verhinderte so schlimmeres.

Die Stimmung war natürlich mehr als dahin. Auch die Versuche des Bräutigams dies als besondere Einlage vor seinen Freunden zu tarnen blieb ohne Erfolg. Um 07 Uhr am Morgen klopfte ich bei „ihm“ von Zimmer 716 an der Türe und bat um ein sofortiges Gespräch. Ich stellte klar, dass er noch 30 Minuten Zeit hat das Haus zu verlassen, legte die Rechnung für die zerbrochenen Gläser, Teller etc. vor und fragte was ihn dazu bewegt hat, so zu reagieren. „Meine Frau – sie hat mich wahnsinnig gemacht, mach doch nun etwas – meine Migräne, mach doch etwas – ich kann nicht schlafen und nach 2 Stunden bin ich einfach ausgerastet“ antwortete er mir mit leiser Stimme.

…noch eine Hochzeit

Gesellschaftsspiele an Hochzeiten haben eine lange Tradition und sind sehr mehr oder weniger beliebt. Als Hotelier kennen Sie alle Spiele und auch sämtliche Bands und Alleinunterhalter der Region. An diesem Abend war aber eine besondere Einlage geplant.

Die Freunde des Bräutigams hatten heimlich in der Küche der Wohnung ein Mikrofon installiert. Gekonnt spielten Sie immer wieder Gespräche vom Küchentisch der Hochzeiter ein und sagten immer das entsprechende Datum dazu, wie viele Tage es vor der Hochzeit war. So auch bei der Szene, wo klar zu hören war, dass die Beiden sich sehr nahe kamen. Das Stand plötzlich der Bräutigam auf, ging zum Mikrofon und sagte, dass er in dieser Zeit auf Geschäftsreise im Ausland war…ups.